Verträglichkeit
IPF- und PPF-Therapie: Adhärenz und Verträglichkeit als Schlüssel zum Erfolg
Die Behandlung der idiopathischen pulmonalen Fibrose (IPF) und der progredienten pulmonalen Fibrose (PPF) stellt eine langfristige therapeutische Aufgabe dar – sowohl von den Betroffenen als auch von den behandelnden Ärzt:innen. Die Therapietreue (Adhärenz) und das langfristige Verbleiben auf einer Therapie (Persistenz) hängen maßgeblich davon ab, wie gut ein Medikament im Alltag vertragen wird.
Warum Verträglichkeit über den Therapieerfolg entscheidet: Nur eine IPF- und PPF-Therapie, die von Patient:innen dauerhaft toleriert wird, kann ihre volle Wirksamkeit entfalten und den Krankheitsverlauf langfristig positiv beeinflussen.1
Behandlung von Lungenfibrose: Die Schlüsselrolle der Verträglichkeit
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Behandlung von Lungenfibrose: Häufige Fragen zu Verträglichkeit (FAQ)
Alle aufklappenBei progredienter Lungenfibrose wird funktionelles Lungengewebe unwiederbringlich durch Narbengewebe ersetzt. Jede Unterbrechung oder ein vorzeitiger Abbruch der medikamentösen Therapie hebt den Effekt auf und kann zu einer beschleunigten Verschlechterung der Lungenfunktion (FVC) führen. Eine kontinuierliche Behandlung ist daher für den langfristigen Schutz der Lungenfunktion unerlässlich.7
Gastrointestinale Beschwerden wie Diarrhö oder Übelkeit treten bei aktuellen antifibrotischen Therapien auf und sind die Hauptgründe für mangelnde Therapietreue.3, 4, 5, 6 Ein Abbruch oder häufige Therapieunterbrechungen können dazu führen, dass sich die Lungenfunktion (FVC) schneller verschlechtert. Eine gute Verträglichkeit ist essenziell, um Patient:innen der Therapiestart zu erleichtern und eine hohe Adhärenz sowie Persistenz zu ermöglichen.
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Glossar
Alle aufklappenDie Therapietreue beschreibt die zuverlässige Einhaltung der ärztlichen Empfehlungen durch Patient:innen, insbesondere die regelmäßige Einnahme von Medikamenten.
Antifibrotika sind Medikamente, die zur Behandlung von fibrosierenden Lungenerkrankungen wie IPF und PPF eingesetzt werden. Sie gehen häufig mit gastrointestinalen Nebenwirkungen einher.3, 4, 5, 6
Die forcierte Vitalkapazität (FVC) ist das Luftvolumen, das nach maximaler Einatmung mit maximaler Kraft schnellstmöglich ausgeatmet werden kann und wichtiger Marker zur Überwachung des Krankheitsverlaufs bei Lungenfibrose.
Interstitielle Lungenerkrankung (ILD): Informationen für Patient:innen & Angehörige
Interstitielle Lungenerkrankungen, kurz ILDs, ist ein Begriff, der viele unterschiedliche Lungenerkrankungen abdeckt, die durch eine Vernarbung des Lungengewebes hervorgerufen werden. Die idiopathische Lungenfibrose (IPF) z. B. ist eine Form der ILD mit unbekannter Ursache, die sich u. a. in den Symptomen Atemnot unter Belastung und trockener Husten äußert. Auch einige entzündlich-rheumatische Erkrankungen (z. B. rheumatoide Arthritis oder systemische Sklerose) können mit einer fibrosierenden Beteiligung der Lunge einhergehen, die über die Zeit zunimmt und in einzelnen Fällen lebensbedrohlich verlaufen kann.
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Referenzen
- 1 Burnier, Michel. Eur J Intern Med. 2024;119:1–5.
- 2 Behr J et al., Pneumologie 2023;77(02):94–119.
- 3 Delameillieure A et al., ERJ Open Res. 2022;8(3):00030–2022.
- 4 Flaherty KR et al., N Engl J Med. 2019;381(18):1718–27.
- 5 Richeldi L et al., N Engl J Med. 2014;370(22):2071–84.
- 6 Noble PW et al., Lancet. 2011;377(9779):1760–9.
- 7 Brown KK et al., Eur Respir J. 2020;55:2000085.